| Das Gleichnis vom gekochten Frosch |
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Wenn Sie einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser setzen, wird er sofort versuchen herauszuklettern. Und wenn das Wasser Zimmertemperatur hat und Sie den Frosch nicht erschrecken, bleibt er ganz ruhig sitzen. Steht der Topf nun auf einer Wärmequelle und wird die Temperatur allmählich erhöht, geschieht etwas sehr interessantes. Während die Temperatur von 20 auf 30 grad Celsius steigt, bewegt sich der Frosch nicht. Er wird tatsächlich alle Anzeichen von äußerstem Wohlbehagen zeigen. Während die Hitze nach und nach zunimmt, wir der Frosch schlapper und schlapper, bis er unfähig ist, aus dem Topf zu kraxeln. Obwohl der Frosch durch nichts daran gehindert wird, sich zu retten, bleibt er sitzen bis er kocht. Warum? Weil der innere Wahrnehmungsapparat des Froschs auf plötzliche Veränderungen in seiner Umwelt eingestellt ist und nicht auf langsam wachsende Bedrohungen.
Eine unzureichende Anpassung an allmähliche Überlebensbedrohungen sind das Ergebnis von Systemstudien über scheiternde Unternehmen. |
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| Das Schicksal des Dodo-Vogels ist ein Beispiel, wie die erfolgreiche Anpassung eines Systems an seine Umgebung zu einem Constraint wird, der – unter veränderten Rahmenbedingungen – ein katastrophales Versagen bewirkt.  Der Dodo-Vogel lebte für Jahrmillionen auf der Insel Mauritius. Da er dort keine natürlichen Feinde hatte, verkümmerten seine Flugmuskulatur und seine Flügel. Er legte seine Eier auf den Boden. Seine Anpassung war ein Vorteil für ihn, da er weniger Ressourcen für etwas „verschwendete“, was er nicht brauchte. Im Jahr 1598 kamen die ersten Seefahrer nach Mauritius und entdeckten den Dodo. Sie fanden das Fleisch des zutraulichen Vogels als Bordverpflegung nützlich. Die Ratten und Schweine, die sie mitbrachten, vermehrten sich und fraßen die Gelege der Dodos. 1681 starb der letzte Dodo-Vogel. Die Moral der Dodo-Geschichte ist die, dass das Reduzieren von Verschwendung sicher eine gute Strategie ist, dass man dabei aber aufpassen muss, ob nicht vielleicht neue Herausforderungen entstehen, die das, was wir heute als Verschwendung ansehen, zu einer überlebensnotwendigen Ressource machen. Effizienzsteigerung ist notwendig, aber nicht hinreichend. Weiter zeigt die Geschichte, dass das, was wir heute als Stärke ansehen, morgen leicht zu einer Schwäche werden kann. |
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| Was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? |
| Sonntag, den 04. Juli 2010 um 14:19 Uhr |
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Es kamen einmal einige Suchende zu einem alten Zenmeister.
"Herr" fragen sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gern so glücklich wie du."
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platze hraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was Du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?" Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht, überlegt ihr, wohin ihr geht und während ihr geht, fragt ihr euch, was ihr essen werdet. So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein." |
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